WWU Baskets schlagen Hagen-Haspe klar und sind Halbzeitmeister

Die WWU Baskets liegen nach der ersten Hälfte der Saison in der Pole Position in der Regionalliga. Der Sieg gegen den SV Hagen-Haspe fiel mit 95:63 wenig überraschend deutlich aus. Die Rückserie dürfte noch einige harte Nüsse bereithalten.

Von Michael Schulte – Münstersche Zeitung

Durchschnaufen zur Saison-Halbzeit. Und ein bisschen stolz sein. Für Philipp Kappenstein war der 95:62 (43:21)-Sieg seiner WWU Baskets gegen den SV Hagen-Haspe gerade eingetütet, da blickte er bereits zurück. Natürlich nicht im Zorn. „Wir haben die beste Hinrunde gespielt, die ich hier erlebt habe.“ Zumindest, seitdem er an der Seitenlinie die Verantwortung trägt. Zwölf Spiele, elf Siege. Nur bei den Hertener Löwen ging es knapp daneben, dafür wurde daheim mit Grevenbroich der größte Widersacher bezwungen. Münster grüßt von der Spitze der Regionalliga. Und geht es nach dem Willen aller Beteiligten, dann soll das auch so bleiben. Bis zum Finale.

Für Kappenstein das Stichwort, ein bisschen nach vorne zu schauen. „Es wäre schön, wenn das Rückspiel in Hagen für uns eine ganz wichtige Partie in dieser Spielzeit wird.“ Soll heißen, dann könnte (und sollte) der Titel unter Dach und Fach gebracht werden. Und damit der Aufstieg in die 2. Bundesliga Pro B. Aber bis das so weit ist, wird auf die Münsteraner noch eine Menge Arbeit zukommen. Davon ist jeder überzeugt, Forward Stefan Wess drückt das so aus: „Wir werden in einer schwierigen Rückrunde bestehen müssen.“

Der große Blonde hatte es am Samstagabend vorgemacht, wie das gelingen kann. Er spielte im ersten Viertel wie entfesselt auf, machte 14 Punkte zur 21:11-Führung nach zehn Minuten. Und ganz nebenbei nahm er mit Jeremy Lewis den überragenden Gäste- Akteur aus dem Spiel. Ganze drei Pünktchen waren dem Topscorer aus Hagen-Haspe im ersten Viertel vergönnt, was für dieses Bewegungstalent eine völlig neue Erfahrung war. Letztlich schraubte er sein Konto noch auf 13 Zähler, was aber dennoch deutlich unter seinem normalen Niveau lag.

Aber Wess war nicht der einzige, dem Kappenstein hinterher ein großes Lob zollte. „Wir haben insgesamt sehr gut verteidigt und damit die Grundlage für diesen souveränen Sieg gelegt. Auch Tim Kosel hat seine Sache sehr gut gemacht. Überhaupt bin ich froh, dass sich alle Spieler zeigen konnten.“

Die beruhigende Führung, die zur großen Pause bereits mit 43:21 üppig ausgefallen war, gestattete es dem Headcoach, seinen kompletten Kader nach und nach aufs Parkett zu bringen. „Wenn nicht jetzt, wann dann?“, lautete Kappensteins rhetorische Frage. Und er war beruhigt, dass er auch auf seine vermeintlichen Reservisten wieder bauen konnte. Denn die schraubten den Vorsprung kontinuierlich in die Höhe, bis dann beim 95:62 die Schlusssirene ertönte.

Es ist sehr erfreulich, dass das Publikum die Leistungen verlässlich honoriert. Auch am Samstagabend wieder. Dass auch die Spieler ihr Herz am rechten Fleck haben, ist seit Samstag in Grün auf der Brust zu erkennen. Dort prangt das Logo der IT-Firma Guidecom, eines münsterischen IT-Unternehmens mit Basketball-Faible, das nun auch zum Sponsorenpool zählt.

Punkte WWU Baskets: Weß (19), Leavitt (16), Padberg (15), Kosel (10), A. König, Massing (je 9), Hänig (8), J. König (5), Goolsby (3), Woltering (1).

Foto: Christina Pohler