WWU Baskets wollen mit Sieg bei der BG Hagen zurück in die Erfolgsspur

Ernüchternd, diese Niederlage der WWU Baskets gegen die Ballers aus Ibbenbüren. Ein Ausrutscher? Das hoffen sie im Lager des ambitionierten Aufstiegskandidaten, der am Freitag in Hagen auf Wiedergutmachung aus ist.

Von Ansgar Griebel – Münstersche Zeitung und Westfälische Nachrichten

Philipp Kappenstein kann und will die Erinnerung an die 81:90-Schlappe seiner WWU Baskets im Derby gegen die Ballers Ibbenbüren nicht ausblenden: „Da haben wir richtig schlecht gespielt.“ Aber dem Trainer des Basketball-Regionalligisten ist es ein dringendes Anliegen, über den akuten Aussetzer die chronische Stärke des Teams nicht aus den Augen zu verlieren. „Wir haben vorher acht, neun Spiele sehr souverän gespielt. Es wäre falsch, jetzt alles an diesem schwachen Spiel gegen Ibbenbüren festzumachen.“

Im Training ist die Partie weitestgehend aufgearbeitet worden, die Defense hat Sonderschichten geschoben und die Mannschaft ist gerüstet, bereits an diesem Freitag (20.15 Uhr) bei der BG Hagen zurück in die Spur zu finden. „Das ist ein extrem schweres Spiel“, sagt Kappenstein seinen Schützlingen den nächsten Härtetest voraus. Die jüngste Niederlage allerdings verändert wenig an der Ausgangsposition. „Den Druck hätten wir ohnehin gehabt“, so Kappenstein. „Da stehen noch einige schwere Spiele aus – für uns, aber auch für Grevenbroich.“ Die BSG führt die Tabelle an und hat aktuell eine Niederlage weniger auf dem Konto als Kappensteins Baskets. Die könnte nach dem gewonnenen Hinspiel auch im direkten Vergleich noch wettgemacht werden – allerdings sieht Kappenstein weitere potenzielle Spielverderber, die wohl nicht mehr in den Titelkampf eingreifen werden, ihn aber dennoch aktiv gestalten und mitentscheiden können.

Die BG Hagen ist eines dieser Teams. Aber gleichzeitig auch genau die richtige Hürde, um die Sprungkraft der Baskets wieder zu justieren und ans Maximum zu bringen. Im Hinspiel landete Münster einen vergleichsweise anstrengenden und unentspannten 72:67-Erfolg. Es bleibt also spannend, zumal Tim Kosel mit Hüftproblemen wohl sicher ausfällt und mit Leo Padberg (im Training umgeknickt) und Max Massing (Rückenprobleme) zwei weitere Spieler fraglich sind. „Aber das erhöht nur den Fokus bei den anderen Spielern“, so Kappenstein. Zu denen dürfte erneut wohl auch Co-Trainer Attila Göknil zählen, der in Hagen „definitiv seine Sportsachen dabeihaben wird“.

Foto: Christina Pohler