WWU BASKETS verpassen zweiten Heimsieg knapp

(mh) 1.640 Fans wollten den zweiten Heimauftritt der WWU BASKETS in der BARMER 2. Basketball Bundesliga, ProB sehen und sie wurden über weite Strecken dieses Abends nicht enttäuscht. Zwar verlor das Team von Trainer Philipp Kappenstein den greifbaren Sieg gegen die Gäste aus dem hohen Norden in der Crunchtime noch aus der Hand, das 76:77 (48:34) gegen die Itzehoe Eagles bot den Zuschauern jedoch beste Unterhaltung mit einem packenden Spiel in toller Atmosphäre und mit spaßigen Drumherum. Nun stehen für die WWU BASKETS zwei Auswärtsspiele an. Zunächst geht es am kommenden Samstag nach Bochum. (Foto: Christina Pohler)

Die Partie gegen Itzehoe starte für die WWU BASKETS und die Fans in der gut gefüllten Halle am Berg Fidel absolut nach Wunsch: Mit hoher Intensität und Entschlossenheit im Abschluss überrollten JoJo Cooper & Co die Gäste regelrecht. 13:0 stand es nach vier Minuten, Itzehoe kam erst in der 5. Minute durch Freiwürfe für den letztlich starken Anthony Mc Donald zu ersten Punkten. 27:15 leuchtete nach dem 1. Viertel auf der Anzeigetafel.

Auch im 2. Viertel blieben die WWU BASKETS auf Kurs. Beispielsweise spielte ein blendend aufgelegter Stefan Wess sich in der ersten Halbzeit regelrecht in einen Rausch, erzielte 16 Punkte bis zur Pause. Nicht nur er riss die Zuschauer ein ums andere Mal von den Sitzen. Mit hoher Intensität und Siegeswillen hatte Münster die Partie soweit fest in der Hand. Das 48:34 zur Halbzeit wirkte beruhigend.

Doch eben diese vermeintliche Sicherheit bekam den Team von Philipp Kappenstein weniger gut, als den Gästen. Itzehoe fand nun immer besser ins Spiel, punktete beispielsweise konsequent über den Ex-BBL-Profi Stefan Schmidt am Brett oder spielte immer wieder den herausragenden Schützen Anthony Mc Donald an der Dreierlinie frei. Auf 6 Punkte war der Vorsprung zum Ende des 3. Viertels bereits zusammengeschmolzen.

Gut vier Minuten vor Spielende dann war es passiert: Johannes Konradt brachte das Team vom erfahrenen Patrick Elzie erstmals an diesem Abend in Führung. Doch Münster hielt dagegen, auch wenn längst nicht mehr viele Würfe fallen wollten. Beide Teams schenkten sich auf dem Feld nichts mehr. Nach einem Steal von Jojo Cooper wurde Münsters #4 an der Mittellinie „unsportlich“ gefoult und verwandelte einen Freiwurf zum 76:75. Für den folgenden Einwurf aber benötigten die Baskets zu lang, Itzehoe bekam den Ball zugesprochen und landete in einem dramatischen Finish in letzter Sekunde über Stefan Schmidt am Brett den Lucky Punch.

Philippp Kappenstein: „“Ich fand, es war eine Wahnsinns-Atmosphäre, man sieht einen unglaublichen Support, so viele Leute, die alle begeistert nachhause gegangen sind. Die Niederlage tut aber natürlich schon ein bisschen weh, weil wir´s am Ende in der Hand hatten. Es ist aber dann unglücklich gelaufen, wir hatten Pech mit dem letzten Wurf. Nichtsdestotrotz ist es so, dass wir einen riesen Schritt gemacht haben gestern, als Team, aber auch einige Spieler individuell. Wenn wir weiter so arbeiten, sind wir auf einem richtig guten Weg. Die Spiele, die wir gewinnen können, die kommen. Ich freue mich auf die nächsten Spiele.Wir werden alles daran setzen, einen Überraschungssieg in Bochum zu landen.“

WWU: Cooper (17/2, 8 Reb.), König, J. (7/1), Weß (16/2), Husmann, König, A. (9/2), Padberg, Porcher (4), Goolsby, Lüsebrinkg, Delpeche (15, Geretzki (2), Funk (6/2).

Itzehoe: Zirlys (2), Mc Donald (28/6), Haake (7), Konradt (4), Stückemann (9/1), Wilke, Schmidt (12), Kröger, Feimann (6), Galiano (9/1), Nyberg.  

Zuschauer: 1.640

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