„Auszeit“ im dritten Viertel

(ts) Die WWU Baskets Münster warten weiter auf ihren ersten Auswärtssieg in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Nach einer starken ersten Halbzeit verloren die WWU Baskets im dritten Viertel vorentscheidend ihre Linie des bis dahin ausgezeichnet umgesetzten Game-Plans. Nach dem zwischenzeitlichen Rückstand von 46:63 kämpften sich die Münsteraner bis 47 Sekunden vor Schluss noch einmal auf 72:75 zurück, verpassten aber in Ballbesitz das endgültige Comeback.

Die WWU Baskets, die weiterhin auf Center Kai Hänig und Small Forward Anton Geretzki verzichten mussten, starteten hellwach in die Partie. Mit schnellem Teamplay kamen sie zu einer Reihe von „leichten“ Punkten. Nach einer Auszeit von Trainer Esterkamp kam der MTV Herzöge Wolfenbüttel besser ins Spiel und konnte mit seinem ersten Lauf das erste Viertel mit 23:16 für sich entscheiden.

7-Punkte-Pausenführung für die WWU Baskets

Im zweiten Viertel gaben jedoch erneut die WWU Baskets den Rhythmus vor. Mit hoher Intensität und aggressiver Verteidigung zwangen die WWU Baskets das Heimteam zu vielen Fehlwürfen und nutzten ihre Gelegenheiten konsequent. Mit 22:8 entschieden sie das dritte Viertel für sich und gingen mit einer 38:31-Führung in die Halbzeitpause.

„Basketball ist ein Spiel der Läufe“, heißt es oft. Aber der im dritten Viertel folgende Negativ-Lauf der WWU Baskets mit 8:32 war in Anbetracht der Ausgeglichenheit der Liga schon außergewöhnlich. Auch wenn die WWU Baskets auf die Athletik der Herzöge Wolfenbüttel, die Notwendigkeit 40 Minuten voll da zu sein, vorbereitet waren, sind „wir leider nicht bereit aus der Halbzeit gekommen, haben wir die Führung direkt verschenkt“, zeigte sich Headcoach Philipp Kappenstein nach dem Spiel enttäuscht. Trotz seiner zwei Auszeiten spielten sich die Wolfenbütteler vor ihrem Heimpublikum in einen Rausch, den die WWU Baskets bis zur Viertelpause nicht gestoppt bekamen.

Im letzten Viertel fand das Münsteraner Team aber zurück ins Spiel, steigerte sich noch einmal deutlich. Es machte mit der im Viertel zuvor vermissten Intensität und dank engagierter Defensivarbeit mit einigen Steals das Spiel bis in die letzte Spielminute hinein noch einmal spannend. „Wir sind einfach noch nicht so weit, dass wir in Stresssituationen die Ruhe behalten“, meinte Trainer Kappenstein zur am Ende erfolglosen Aufholjagd. Nachdem die WWU Baskets 47 Sekunden vor der Schlusssirene bis auf 72:75 herangekommen und zudem im Ballbesitz waren, fehlte es in der Crunchtime an letzter Ruhe und Übersicht, um das Comeback doch noch mit einem Sieg zu krönen.

Stimme zum Spiel beim MTV Herzöge Wolfenbüttel

Headcoach Philipp Kappenstein: „Ich bin natürlich ziemlich frustiert. Wir haben das Spiel leider im dritten Viertel weggegeben. Wir wussten, worauf es ankommt, und haben in der ersten Halbzeit unseren Game-Plan überragend umgesetzt. Wenn wir uns an ihn gehalten haben, haben wir das wirklich gut gemacht. Es ist sehr schade, die Partie heute war zu gewinnen. In einigen Bereichen haben wir Schritte nach vorne gemacht, in einigen Bereichen stagnieren wir leider. Es ist auch eine Portion Cleverness und Erfahrung, die uns noch abgeht, wo wir einfach schnell den nächsten Schritt machen müssen. Ich glaube an das Team. Wir müssen unsere Leistung über vierzig Minuten bringen. Das ist der Schlüssel.“

Ausblick auf die kommenden Aufgaben

Philipp Kappenstein: „Oldenburg ist eine tolle Mannschaft, spielt gerade zu Hause überragend. Zum Glück spielen wir aber erst mal bei uns. Wir werden uns auch auf dieses Spiel wieder gut vorbereiten, freuen uns auf eine super Kulisse zu Hause. Das gibt der Mannschaft meistens noch einmal die Portion Extra-Intensität und -Fokus, die Partie nach Hause zu bringen. Wir haben definitiv eine Siegchance. Ich hoffe, dass die Halle wieder rappelvoll wird, wir den nächsten Schritt machen, um eine Spitzenmannschaft wie Oldenburg zu Hause schlagen zu können.“

Am kommenden Samstag, 10.11., um 19.30 Uhr erwarten die WWU Baskets die EWE Baskets Juniors Oldenburg in der Halle Berg Fidel. Die Huntestädter zählen in Bestbesetzung zu den Top-Teams der Liga. Der Vorverkauf im Online-Ticketing läuft bereits, im Stadtwerke CityShop beginnt er ab Montag, 05.11.2018.

MTV Herzöge Wolfenbüttel: Osborne (20/4), Kovacevic (15/1), Hübner (15/3), Bilski (10/2), Figge (9), Okao (7), Mpacko (5/1).

WWU BASKETS: Cooper (15), König, J. (14/2), Delpeche (13), Weß (10), Porcher (8/1), Padberg (5/1), König, A. (4/1), Woltering (2), Funk (1).

Zuschauer: 500.

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