Geretzki: „Ich versuche, dem Team nun anders zu helfen“

(mh) Die #33 fehlte im ersten Spiel der Semifinals im Aufgebot der WWU BASKETS. Dass Anton Geretzki in Streetwear auf der Bank saß, ist einer Verletzung der rechten Hand geschuldet. Inzwischen trägt der 2,04 Meter große „Small Forward“ einen Gips um Handgelenk und Unterarm. wwubaskets.ms hat mit dem 20-jährigen über die Situation gesprochen.

Anton, reden wir zunächst über die sportliche Situation des Teams. Euch fehlt aktuell ein weiterer Sieg und Ihr würdet bereits im Finale der Playoffs der BARMER 2. Basketball Bundesliga, ProB, stehen. Habt Ihr euch schon fest gekniffen?

Anton: So richtig realisieren wir es alle noch nicht. Ich glaube, das kommt erst nach der Saison mit etwas Abstand zu allem. Für uns hat sich einfach eine Gewinnermentalität entwickelt, das heißt, wir schauen stets von Spiel zu Spiel und wollen uns einfach den nächsten Sieg holen. Noch ist das Ganze für uns unfassbar. Ich glaube, uns würde vielleicht erst zu einem Finalspiel einigermaßen klar, wie weit wir es gebracht haben.

Warum seid Ihr derzeit erfolgreicher, als viele andere Teams dieser Liga, was ist an dieser Mannschaft speziell?

Anton: Auf jeden Fall, dass wir so ein tief besetztes Team sind, dass wir einfach immer als Kollektiv auftreten. Jeder kann mal herausragen und sein auch persönlich starkes Spiel haben. Aber auch die Chemie stimmt total, wir verstehen uns einfach gut, ob nun auf oder abseits des Feldes. Grundsätzlich haben wir natürlich eine sehr gute Mischung aus jungen und erfahreneren Spielern, sowie auch aus unterschiedlichen Charakteren im Team. Im Endeffekt ist es dann mit diesem Trainergespann eine super Kombination.

Du bist mit dem Rad gestürzt, trägst nun einen Gipsverband. Wie schwer ist diese Verletzung?

Anton: Es sind ein bis zwei kleinere Frakturen in der Hand, die Knochen müssen nun wieder zusammenwachsen. Ich werde nun wohl erst einmal sechs Wochen den Gips tragen müssen. Erst danach kann ich wieder mit Aufbautraining starten. Für mich heißt das leider, dass die Saison vorbei ist. Echt schade. Da ich leider immer schon viel mit Verletzungen zu tun hatte, auch in der Jugend, habe ich schon etwas Erfahrung darin, mit solchen Situationen umzugehen. Ich versuche, dem Team nun anders zu helfen, alles zu geben, um die Jungs auf Trab zu halten, auch gute Stimmung zu verbreiten, damit das Team weiter so erfolgreich spielt und wir am Ende etwas in den Händen halten können.

(Foto: Markus Holtrichter)