Makellose Bilanz der WWU Baskets

Die Bilanz ist blitzsauber. Fünfmal gespielt, fünfmal gewonnen. Bei den WWU Baskets Münster läuft es rund. Auch von der BG Hagen ließen sich die Jungs von Trainer Philipp Kappenstein nicht aufhalten.

Von Thomas Austermann – Münstersche Zeitung

Fünf Spiele, zehn Punkte. Von der Ausbeute her ist den WWU Baskets ein perfekter Start in die Regionalliga-Saison gelungen. Beim 72:67 (44:41) gegen die spiel- und taktikstarke BG Hagen sorgte der pure Wille der Münsteraner für den Zielsprung zum knappsten Erfolg bisher. Nach der auch emotional herausfordernden englischen (Erfolgs-)Woche atmeten alle erst einmal durch.

Geschenkt bekommt der aufstiegswillige Kader natürlich nichts, aber Geschenke brauchten die Baskets bisher auch keine. Wenn es, wie jetzt, in der Offensive auf breiter Linie hapert und Leistungsträger mit verblüffend mäßigen Quoten hadern, muss und wird die Energie in andere Bereiche gesteckt. Gegen Hagen fand sich mit der Zeit ein Kollektiv zusammen, das harte Abwehrarbeit verrichtete und nie einknickte, wenn der Gegner wie kurz vor Schluss beim 68:67-Zwischenstand bedrohlich nahe kam.

Hagens überaus fähiger Routinier Vytautas Nedzinskas (30) sorgte im vierten Viertel mit elf Punkten am Stück und einigen atemberaubenden Treffern für Hochspannung. Aber zu dem Zeitpunkt wirkte er allein auf weiter Flur. Die Teamkollegen hatten sich bereits aufgerieben. „Der Mann ist wahnsinnig gut“, attestierte Münsters Trainer Philipp Kappenstein dem Litauer echtes Format. Dass die Gäste ohne Center David Golembiowski (Leistenverletzung) spielten, schien nur auf den ersten Blick für die Gastgeber von Vorteil zu sein. „Ohne ihn spielte Hagen noch schneller. Und Nedzinskas rückte auf Positionen, auf denen er ganz schwer zu verteidigen ist“, analysierte Kappenstein.

BG-Coach Kosta Filippou (38), in seiner zehnten Saison bei der BG und noch bis 2020 gebunden, bremste den WWU-Elan mit einer Verteidigungsformation, die „uns vor Probleme stellte. Die 1-3-1-Zone erschwert es, Tempo aufzunehmen“, sagte Kappenstein und sah seine Formation gegen die aggressive Variante der Ball-Raum-Verteidigung, die Aufbau- und Flügelspieler stark unter Druck setzt, ins Grübeln kommen. Im zweiten Viertel lief es besser. Zwei Mal lagen die Baskets mit je zehn Punkten vorne, bauten die Führungen aber nie aus.

Im dritten Viertel (11:8) kamen beide Teams offensiv nicht zur Geltung. Münster verballerte in Serie. Jan König war zuvor und danach der konstanteste Baskets-Werfer. Im Aufbau machte es Tim Kosel erneut gut, wenn er dran war – auch drei Offensivrebounds fischte sich der Youngster frech. Und ganz zum Schluss wuchtete Center Kai Hänig in Bedrängnis den Ball zur Entscheidung in die Reuse. Das war’s.

Punkte WWU Baskets: J. König (17), McGill (12), Goolsby (11), Wess (8), Hänig (6), A. König, Padberg (je 5), Kosel (4), Husmann, Massing (je 2)