WWU Baskets möchten gegen Kamp-Lintfort keine Rhythmusstörung erleiden

Nach der schweren Klatsche, die die BG Kamp-Lintfort zuletzt im Pokal bei den WWU Baskets Münster erlitt, wäre es schwer vermittelbar, den Aufsteiger zum Favoriten zu machen, wenn es am Samstag zum Wiedersehen der beiden Teams kommt. Spiel eins der Rückserie hat eine klare Rollenverteilung.

Von Ansgar Griebel – Münstersche Zeitung

Philipp Kappenstein versucht es erst gar nicht: Zum Rückrundenauftakt in der Basketball-Regionalliga schickt der Trainer der WWU Baskets Münster sein Team gegen die BG Kamp-Lintfort ohne Wenn und Aber als Favorit ins Rennen. „Wir wollen uns auf keinen Fall aus dem Rhythmus bringen lassen“, sagt der Trainer vor dem Heimauftritt am Samstag zur gewohnten Zeit um 19.30 Uhr in der Uni-Halle. Dabei ist dem Erfolgsrhythmus allerdings nicht mit zwei nackten Punkten Genüge getan. „Es kommt auch darauf an, wie wir gewinnen“, sagt Kappenstein und erhöht den Druck auf sein Team.

Im Hinspiel siegten die Baskets mit 79:52 in Kamp-Lintfort noch vergleichsweise knapp, im Pokal folgte dann beim 113:39 zu Hause eine amtliche Demontage. „Aber das ist nun wirklich nicht der Maßstab“, so Kappenstein. „Da fehlten beim Gegner drei Leistungsträger.“ Als das Trio drei Tage später im Ligabetrieb wieder im Einsatz war, drängte der Neuling prompt das Spitzenteam aus Recklinghausen bis in die Verlängerung. „Obacht“ soll das heißen – auch dieser Gegner kann mit dem Ball umgehen. Dennoch steht nichts anderes als Saisonsieg Nummer zwölf auf der To-Do-Liste der Baskets. „Anschließend wird es in Dorsten noch einmal ganz schwer und vor Weihnachten im Pokal gegen Grevenbroich auch. Dazu wollen und müssen wir in Schwung bleiben“, so Kappenstein.

Zudem ist die Erinnerung an die Abschlusstabelle der Saison 2015/2016 noch zu frisch, als den WWU Baskets am Ende nur wenige Korbpunkte den Aufstieg kosteten. „Darum wollen wir so hoch wie möglich gewinnen.“ Gegen ein Team, das bestrebt sein wird, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen, wird Münster wie gewohnt versuchen, das Gaspedal durchzutreten. „Das ist der Schlüssel.“ Und dann dürften die WWU Baskets auch das Dutzend an Saisonsiegen vollmachen können. Ein Fragezeichen steht derzeit hinter dem Einsatz von Andrej König und Tim Kosel, die unter der Woche krankheitsbedingt die Trainingseinheiten verpassten.

Foto: Christina Pohler