WWU BASKETS verlieren nach guter erster Halbzeit in Bernau

(ts) Sehr gut gestartet, auch spektakulär gespielt, drei Viertel beim sehr starken SSV LOK Bernau gewonnen und dennoch: Die WWU Baskets traten im neuen Mannschaftsbus ohne Punkte im Gepäck ihre zweitweiteste Rückreise der Saison aus Brandenburg an. Das mit Top-Talenten mit Bundesliga-Potenzial gespickte Bernauer Team riss die Partie im dritten Viertel beeindruckend an sich. Der ProA-Anwärter Lok Bernau kooperiert mit dem Bundesliga-Spitzenclub Alba Berlin.

Die WWU Baskets, die kurzfristig abermals auf Center Kai Hänig verzichten mussten, starteten sehr gut in die Partie. Ohne die für einen Aufsteiger im ersten Auswärtsspiel in neuer Liga nicht selten anfängliche Unsicherheit trafen die WWU Baskets in der Anfangsphase hochprozentig. Malcolm Delpeche vollendete früh mit spektakulärem Alley oop. In einem in der ersten Halbzeit guten Spiel mit hoher Intensität beider Seiten führten die WWU Baskets nahezu durchgängig, konnten sich aber nie deutlicher absetzen. Die jungen Bernauer ließen auch schon in der ersten Halbzeit nie locker, hielten mit enormer Intensität dagegen.

Knappe Pausenführung für die WWU Baskets

Headcoach Philipp Kappenstein sah eine „super erste Halbzeit“ seiner Mannschaft. Mit der knappen Pausenführung von 38:36 im Rücken starteten die Münsteraner durch einen Dreier von Jan König zunächst gut in das dritte Viertel, führten auch nach 22 Spielminuten noch mit 42:41. Dann aber zeigte sich ein völlig anderes Bild. LOK Bernau nahm nun richtig Fahrt auf, die die WWU Baskets bis zum Ende des Viertels nicht mehr gestoppt bekam. Zunächst brachte der ProA-Anwärter aus Bernau mit einem 11:0-Run die Münsteraner mit 42:52 ins Hintertreffen. Noch einmal konnten sie mit Team Turnover nach der 24-Sekunden-Regel die Lokomotive kurz aufhalten und durch Freiwürfe von Jo Jo Cooper und Malcolm Delpeche den Anschluss auf 45:52 herstellen.

Trotz Auszeiten von Headcoach Philipp Kappenstein spielten sich die Bernauer vor ihrem Heimpublikum nun in einen Rausch. Mit einem weiteren 19:4-Lauf während eines „fünfminütigen Aussetzers, der in der neuen Liga nicht verziehen wird“, so Kappenstein, entschieden die Bernauer die Partie vorzeitig. Die WWU Baskets konnten aber die vorübergehend verloren gegangene Struktur wiederfinden und sich noch einmal etwas herankämpfen.

Die Stimmen zum Spiel bei LOK Bernau

Philipp Kappenstein: „Wir haben in der ersten Halbzeit sehr, sehr gut gespielt und einen tollen Kampf geliefert, sind verdient mit der Führung in die Halbzeit gegangen. Bernau hat in der zweiten Halbzeit hervorragend gespielt, hatte eine überragende Trefferquote und war uns vor allem athletisch deutlich überlegen.“

Helge Stuckenholz: „Super Arbeit, super Jungs aus dem Talentepool von Alba Berlin bei Lok Bernau. Man hat gesehen, dass die Systeme, die sie von der Jugend an, in der NBBL bei Alba und auch im Training bei Alba spielen, aus jahrelangem Zusammenspiel heraus greifen. Da kann man den Hut ziehen. Wir dürfen jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken, müssen einfach weiter arbeiten und zusammenfinden. Wir sind noch nicht am Ende der Reise.“

Ausblick auf die kommenden Aufgaben

Philipp Kappenstein: „Insgesamt war das trotz der Niederlage ein sehr gelungener Trip, mit einem neuen tollen Bus, schönem Hotel und viel Teambuilding. Man kann aus dem Spiel für die Zukunft viel mitnehmen und wir werden daraus lernen. Wir wollen natürlich nächste Woche mit einem Heimsieg das Ganze kontern, umso wichtiger der Sieg letzte Woche.“

Helge Stuckenholz: „Aus diesem Spiel kann man viele Erkenntnisse für die nächsten Aufgaben, die auf uns warten, ziehen. Wir sind jetzt in der ProB angekommen, haben heute eine richtige Top-Mannschaft gehabt, die sich perspektivisch in der ProA als Unterbau von ALBA Berlin wieder finden soll.“

Am kommenden Samstag, 06.10., um 19.30 Uhr erwarten die WWU Baskets zum Erstsemester-Spieltag die Itzehoe Eagles in der Halle Berg Fidel. Die Eagles sind wie die WWU Baskets mit einem Heimsieg und einer Auswärtsniederlage in die Saison gestartet. Der Vorverkauf im Online-Ticketing läuft bereits, im Stadtwerke CityShop beginnt er ab Montag, 01.10.2018.

LOK Bernau: Hundt (23/3), Lane-Burrell (6), Delow (16/4), Mattisseck (19/4), Post, Brenneke (15), Kovalev, Simon (2), Drescher (11/2).

WWU BASKETS: Cooper (12/1), König, J. (9/2), Weß (2), Husmann (5/1), König, A. (6), Padberg (10/1), Porcher (9), Goolsby (6/2), Delpeche (14, 7 R.), Geretzki (3/1), Nicolas Funk.

Zuschauer: 550.

Besonderes: Die Partie wurde live auf basketballradio.fm übertragen

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Foto: © WWU Baskets Münster