Münster hat im Westfalen-Derby das Nachsehen

(mh) Die WWU BASKETS müssen weiter Geduld aufbringen: Zwar führte das Team aus Münster auch bei den VFL SparkassenStars Bochum lange Zeit, ging aber erneut nicht als Sieger vom Feld. Beim 87:77 (35:33) gab die Mannschaft von Philipp Kappenstein das Spiel im Schlussviertel aus der Hand, als die Gastgeber sich angeführt vom Spanier Albert Del Hoyo in einen Rausch spielten und JoJo Cooper & Co kein Rezept fanden, diesen Lauf zu stoppen und selbst offensiv die nötigen Akzente zu setzen.  

Mit Kapitän Jan König, Alexander Goolsby, JoJo Cooper, Malcolm Delpeche und Stefan Weß war Münster in der Bochumer Rundsporthalle gestartet und erwischte einen guten Auftakt. 0:6 hieß es nach einem Korbleger von Malcolm Delpeche, 11:17 nach Freiwürfen durch Andrej König in der 9. Minute. Dann aber wurde Rückkehrer Daniel Woltering ein unsportliches Foul angelastet, die Hausherren kamen bis zur Viertelpause wieder auf drei Punkte heran (14:17). (Fotos: Markus Holtrichter)

Im 2. Viertel entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, wobei die Führung mehrfach wechselte. Das Team von Philipp Kappenstein konnte aus den sich bietenden Möglichkeiten nur bedingt Kapital schlagen, behielt jedoch zur Halbzeit die Nase vorn (33:35). „Wir hatten in der ersten Halbzeit viele, viele Möglichkeiten, wegzuziehen, diese aber leider nicht genutzt“, so Philipp Kappenstein.

Zwar besserten sich die Wurfquoten der WWU BASKETS in der 2. Halbzeit leicht, dennoch vermochte es das Team um Kapitän Jan König nicht, sich abzusetzen. Mit einer knappen Führung (61:59) ging es ins Schlussviertel und hier lief für die in schwarz spielende Mannschaft aus Münster zunächst nichts mehr. Bochum hingegen griff nun beherzt nach dem 2. Saisonsieg und war zwei Minuten vor Spielende bereits auf 10 Punkte enteilt, brachte diesen Vorsprung auch über die Zeit.

Philipp Kappenstein: „Wir haben uns leider wieder nicht belohnt, haben viele Sachen richtig gemacht, hatten viele Würfe und Bochum zunächst auch defensiv gut im Griff, haben es uns aber durch eigene Fehler verbaut. Der Gegner war vielleicht ein wenig aggressiver, als wir. Taktisch haben wir uns auf jeden Fall gut entwickelt, aber unsere Wurfquoten lassen aktuell stark zu wünschen übrig. Uns fehlt derzeit Stabilität, unter anderem durch den Ausfall von Kai Hänig. Aber wir brauchen auch mehr Spieler, die konstant gute Leistungen abliefern.“

Am kommenden Samstag geht es für die WWU BASKETS zum noch ungeschlagenen Tabellenführer der BARMER 2. Basketball Bundesliga, nach Iserlohn.  

WWU: Cooper (8), König, J. (12/2), Weß (15/3), Husmann, König, A. (5/1), Padberg (2), Porcher (4), Woltering, Goolsby (16/4), Delpeche (9), Geretzki (3/1), Funk (3/1).

VFL: Buljevic (11/3), Meesmann, Engel (13), Gebhardt (10), Del Hoyo (14/1), Neusel, Shelukhak Nürenberg, Wendeler (17), Bals (4), Stachanczyk (6), Scott (12/2)

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