Münster schnuppert am Favoritensturz

(mh) Auch wenn es letztlich nicht zum Sieg gereicht hat: Die WWU BASKETS haben sich beim 77:70 (40:35) beim noch ungeschlagenen Spitzenreiter in Iserlohn teuer verkauft und die Partie bis kurz vor dem Ende offen gehalten. Wie schon in Bochum, gab das Team von Trainer Philipp Kappenstein die Führung allerdings im Schlussviertel aus der Hand und musste sich somit letztlich geschlagen geben. „Wir haben eigentlich ein super Spiel gemacht, aber Iserlohn hat am Ende Erfahrung ausgespielt und wir haben in der Schlussphase wohl einige Fehler zu viel gemacht“, so Headcoach Philipp Kappenstein.

Die Unistädter zeigten beim noch ungeschlagenen Tabellenführer in Iserlohn von der ersten Sekunde an, dass sie nicht als braver Punktelieferant gekommen waren. Als Geburtstagskind Alexander Goolsby in der vierten Minute seinen ersten Dreier dieses Abends versenkte, lagen die Gäste 10:2 in Führung und hatten bereits Eindruck beim Team von Dragan Torbica hinterlassen. In der 7. Minute aber übernahmen die Hausherren durch einen Distanzwurf von Malte Schwarz erstmals ihrerseits die Führung. Das 1. Viertel ging mit 18:13 an Iserlohn.

Den 2. Durchgang konnte das Team von Philipp Kappenstein dann bereits ausgeglichen gestalten (22:22), arbeite sich nach einem zwischenzeitlichen 9 Punkte-Rückstand wieder heran, auch weil nun unter anderem Anton Geretzki aufdrehte, der neben Alex Goolsby und Stefan Weß zum Topscorer der WWU BASKETS avancierte. Mit 5 Punkten Rückstand ging es in die Pause. (Foto: Christina Pohler)

Mit neuer Entschlossenheit legten die Gäste ein fantastisches drittes Viertel hin, hatten die starke Offensive der Hausherren immer besser im Griff und konnten in der 23. Minute selbst wieder die Führung übernehmen, nachdem JoJo Cooper Kapitän Jan König freigespielt hatte, der von jenseits der 6,75m routiniert abschloss. Mit 25:15 gingen diese 10 Minuten an Münster.

Der Tabellenführer aber kam zurück, während sich in das Spiel der WWU BASKETS nun wieder mehr Fehler schlichen. Ruben Dahmen und Nikita Khartchenkov ließen die Partie erneut kippen. Zwar kamen die Gäste aus Münster zwei Minuten vor Spielende nochmal auf einen Zähler heran, aber für den Big Point langte es nun nicht mehr.

Philipp Kappenstein: „Nichtsdestotrotz ist es so, dass ich uns auf einem überragenden, guten Weg sehe. Man hat heute gesehen, dass wir viel flüssiger gespielt und hervorragend den Gameplan umgesetzt haben. Wir waren knapp davor, in Iserlohn zu gewinnen. Ich bin sehr stolz auf das Team. Wichtig ist, dass wir uns nun den nächsten Sieg holen, das wollen wir nächste Woche mit Unterstützung von den Rängen schaffen. Die Jungs werden sich belohnen, spielen auf einem ganz anderen Level, als noch zu Anfang der Saison.“

WWU: Cooper (7), König, J (8/2), Weß (14/2), Husmann, König, A. (2), Padberg, Porcher (1), Goolsby (14/3), Lüsebrink, Delpeche (10), Geretzki (14/4), Funk.

Kangaroos: Mallory (17), Ziring, de Oliveira (12), Schwarz, K., Schwarz, M. (10/2), Dahmen, J. (7/1), Khartchenkov (16/3), Buss, Dahmen, R. (6), Krumme, Brkic.

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Am kommenden Samstag steht wieder ein Heimspiel am Berg Fidel an. 19:30 Uhr ist tip-off gegen die BSW Sixers.