WWU Baskets und der Traum von der weißen Wand

(ts) Die anstehenden Playoffs elektrisieren die Spieler der WWU Baskets und die Basketball-Fans in Münster gleichermaßen. „Wir sind mega aufgeregt und würden uns freuen, wenn alle Fans, die in die Halle kommen, etwas Weißes anziehen“, wünscht sich Headcoach Philipp Kappenstein sichtbare Playoff-Atmosphäre einer weißen Wand. Am Samstagabend, 2. März 2019, treten die WWU Baskets Münster um 19.30 Uhr in der Halle Berg Fidel gegen die Basketball Löwen Erfurt an. „Das wäre überragend und würde den Jungs noch mal einen Extra-Push geben“, betont Philipp Kappenstein im Vorfeld des ersten Spiels des Achtelfinal-Playoffs, das im Modus Best-of-Three ausgetragen wird.

Die Vorzeichen sind durchaus andere als bei den vergangenen drei Heimspielen, die der Tabellenerste der Hauptrunde in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord deutlich gewann. „Die Fans können sich sicherlich auf Spiele freuen, die wesentlich intensiver und spannender werden“, erklärte Philipp Kappenstein am Donnerstag. „Wir werden um jeden Punkt kämpfen müssen“, analysierte er doch die Basketball Löwen Erfurt als eine sehr physische, defensiv starke Mannschaft, die in David Taylor, Robert Franklin und Maximilian Kuhle drei überragende Spieler in ihren Reihen hat.

Point Guard Taylor gilt als einer der besten deutschen Spieler in der ProB und spielte in der letzten Saison noch in der ersten Bundesliga. Maximilian Kuhle, 2013 bis 2018 in der 2. Bundesliga ProA aktiv, ist ein exzellenter Schütze. Der 38-jährige Robert Franklin komplettiert das Trio der Leistungsträger als Allrounder, spielt bereits seit 2008 in Deutschland. Mit ihren Leistungsträgern „haben sie eine ganz gute Mischung, sind dadurch schwer berechenbar“, warnt Philipp Kappenstein. Dazu kommen noch drei sehr gute Rollenspieler mit Tobias Bode, Oliver Pahnke und Lucas Wobst.

Nichtsdestotrotz sind die WWU Baskets die deutlich tiefer besetzte Mannschaft. Ein Mittel sieht der WWU-Baskets-Coach darin zu versuchen, „die Intensität über 40 Minuten extrem hochzuhalten, damit sie irgendwann mit ihrer Sechs-Mann-Rotation, wo vier Leute über 30 Minuten gehen müssen, müde werden.“

Die Voraussetzung dafür haben die Münsteraner in der Trainingswoche geschaffen, in der die Intensität noch einmal gestiegen ist. Die WWU Baskets wollen den Schwung aus der so erfolgreichen, heimstarken Hauptrunde mitnehmen und den ersten Sieg im Achtelfinale der Playoffs vor heimischer Kulisse holen, um den Heimvorteil nächste Woche mit nach Erfurt zu nehmen.

Der Headcoach zum Spiel: „Erfurt spielt relativ unkonventionell, lebt offensiv viel von individueller Stärke, sucht schnell den Abschluss. Das wird richtiger, intensiver, harter Playoff-Basketball. Ich glaube, dafür ist unsere Mannschaft bestens gerüstet. Das war auch ein Sinn bei der Zusammenstellung unseres Kaders, dass wir in solchen Momenten richtig dagegen halten können und voll da sind.”

Das Personal: Trainer Kappenstein kann mit einem tiefen Kader planen. Nico Funk war krank, ist langsam wieder in das Training eingestiegen. Bis auf kleinere Wehwehchen sind die WWU Baskets mit Ausnahme von Stefan Weß Samstag komplett. „Wessi“ ist wieder im Aufbautraining, hat schon Würfe nehmen können, wird vielleicht im Verlaufe der Playoffs wieder ein Thema.

Online-Tickets: Fans, die noch live in der Halle Berg Fidel dabei sein wollen, können hier bequem das Digital-Ticket erwerben.

Auf Korbhöhe! Für Fans, die nicht live dabei sein können: Mit Spielbeginn am Samstag um 19.30 Uhr starten die WWU Baskets auch den BALLSIDE Liveticker der BARMER 2. Basketball Bundesliga.